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Ein Polizeisprecher sagte, der Wedding sei eine Art aufgegebener Bezirk. Es wird gelegentlich diskutiert, ob es gefährlicher ist, im Wedding oder Neukölln zu leben. Man weiß nie, ob nachts Knallkörper explodieren oder Schüsse fallen. In Neukölln gäbe es mehr Tote. Gäste sagen, der Wedding sei "noch authentisch" oder wie das alte New York. Es ist ein Ort, der Auswanderer aus allen Ländern zusammenführt und auf deutsche Abenteurer und Idealisten anziehend wirken kann. Im Text erzählen ein Mann und eine Frau Episoden, die Männer und Frauen im Wedding erlebten. Durch die Verteilung der Episoden erfolgt eine Auflösung der realen Identität derer, die die Episoden erzählten. Die Verdichtung der Realität durch mündliches Erzählen lässt den Text surreal erscheinen. ′Es ist nichts ausgedacht.′

Wedding ohne Hochzeit

′Mitleid fressen Seele auf.′ Ein Mann sah aus dem Fernseher zu mir hin und sagte: "Wer nicht mehr träumen kann, ist tot."

Frau: Das Haus ist ein Eckhaus. Zwei Wohnungen waren leer. Die Wohnung im dritten Stock hatte einen grau gestrichenen Fußboden und ein Bad ohne Fenster. Sie war renoviert und teurer. Die Wohnung in der ersten Etage war unrenoviert, aber das Bad hatte ein Fenster. Vor den Fenstern stehen Bäume. Mann: Sie sind im Winter kahl. Frau: Aus dem Erkerfenster sah ich auf ein Schild: ′Malplaquetstraße′, das klingt französisch. Hinter dem Schild ist ein Platz, die Straßen gehen schräg von ihm ab. ′Das ist französisch.′ Mann: In einem der billigen Quartiere war die Decke eingebrochen, du konntest die Dachziegel sehen. Frau: Im Sommer ist das romantisch. Mann: Ich bin aus der Provinz abgehauen, weil ich sechs Wochen lang Kreuzworträtsel lösen musste. In der fünften Woche kriecht der Wahnsinn von draußen in dich rein. Die Leiterin des Jobcenters sagte beständig: "Glauben sie mir, es ist gut für Sie", egal, was ich sagte, sagte sie: "Glauben sie mir, es ist gut für Sie." Sie hatten Menschen mit dem Anfangsbuchstaben K in eine ′Trainingsmaßnahme′ gezwungen und das bezahlt. Ich hatte eine Programmiersprache lernen wollen. Frau: Andere ließen sie Mauern aufbauen und einreißen, sie bezahlten das. Mann: Mir fehlte andererseits Geld, weil ich fürs Arbeiten nicht bezahlt werde, wie das zwischen denen ist, die nicht viel Geld haben. Frau: Die Rechnungen kommen von draußen. Du resignierst, falls du resignierst. Mann: Ich lebte zuerst obdachlos, das heißt, ich hauste im Auto in der Nähe von Parkanlagen, in die ich pinkeln konnte. Frau: Es ist angenehmer in der Anonymität einer Großstadt verarmt zu sein, als in einer Kleinstadt täglich Menschen zu treffen, von denen du glaubst, dass sie helfen könnten. Ich wollte ein billiges Zimmer, um in Ruhe eine Wohnung suchen zu können. Ich wollte dort wohnen, wo es Jobs gibt. Mann: "Die Wohnung im Wedding ist eine Notlösung, bis ich einen Job gefunden habe", sagte ich. Du brauchst zuerst einen Job, wenn du dir eine Jobmöglichkeit aufbauen willst und dich nicht verschulden kannst. Frau: Die Miete ist billig, die Nebenkosten sind hoch, weil die Gegend so dreckig ist. Ein Mädchen warf Papier auf die Straße. Ich sah es entsetzt an. Es lächelt mich an, als denkt es, ich will sein Lächeln. Ich denke, dass ich das nicht tagtäglich tun kann, dass ich sage, dass Abfall in den Abfalleimer gehört und das meine Lebensbeschäftigung wird, weil ich in den Wedding gezogen bin. Mann: An einem Papierkorb war ein Aufdruck, dass er Kippen aufnehmen will, er war mit Müll zugestopft. Der Vermieter verlangte keine Kaution, er erließ mir Monatsmieten, - ich verbrauchte das Geld, um die Wohnung zu renovieren. Frau: Das Bad war frisch gekachelt, die anderen Räume sahen aus wie die Räume einer Schlossruine. Grün, schwarz, rotbraun, löchrig. Sie wirkten romantisch, düster. Die Küche zeigte ein verflecktes Rosa über einem hellblauen Lacksockel. Draußen regnete es. Mann: Ich musste eimerweise Putz auf die Wand spachteln, Spezialfarbe kaufen. Wenn du die Wohnung renoviert hast, willst du nicht wegziehen, weil Arbeit und Lebenszeit drin stecken. Ich ließ eine Seite der Tür unrenoviert, um zeigen zu können, wie die Wohnung aussah, bis ich es nicht mehr ertrug. Eine Wohnung ist eine zweite Haut. Frau: Als ich einzog, sagte ein Nachbar: "Endlich ziehen Sie ein!" Ein anderer fragte, ob ich in die Wohnung ziehe, als ich "Ja" sagte, sprang er vergnügt die Treppen nach oben. ′Was ist hier los?′ Mann: Am Abend kam ein Überfallkommando mit Polizeiwagen, Feuerwehr und Ramme. Polizisten stürmten in ein Haus und verließen es. Die Nachbarin beugte sich aus dem Fenster und sagte, es sei das erste Mal, dass so etwas geschehen ist. Frau: Sie sagte, ich solle bleiben, es sei eine ruhige Wohngegend, Mann: wenn man sich nicht einmischt. Frau: Sie sagte, dass sie nachts nicht aus dem Haus geht. Mann: Ich habe keine Angst, wenn Frauen nachts allein unterwegs sind. Männer bedrohen Männer. Sie bringen die Kriege mit. Frau: Als ich nachts ohne Kopftuch über den Platz ging, bellte mir ein Mann so laut ins Ohr, dass ich Angst hatte, dass das Trommelfell riss. Du hast mich versucht anzurufen, als ich im Dunkeln nach Hause kam und junge Männer vor dem Haus an der Klingel standen. Meine Tochter rief an, ob ich nach Hause gekommen bin, wie sich eine Mutter sorgt, wenn ein Mädchen nachts auf den Straßen ist. Mann: Seitdem ich einen Motorradunfall hatte, der mir einen Finger abriss und das Knie zertrümmerte, ist das Gefühl von Schutzhaut weg, Frau: die sich ein Kind aufbaut, um ein Mann werden zu können. Ich hatte im Internet nur einen Polizeibericht über eine Schießerei im Drogenmilieu gefunden, ′Mit Drogen habe ich nichts zu tun′, dachte ich. Ich schlief in der ersten Nacht auf einer Matratze im Bad. Ich legte am nächsten Tag Folien aus und baute ein provisorisches Lager aus zwei Matratzen. Ich lebte mit einer Maus. Mann: Du hattest bezweifelt, dass ich eine Maus gesehen hatte, weil der Spalt zwischen den Möbeln, in den sie gehuscht war, schmal war. Du fandest Mäusescheiße und warst zufrieden, dass ich keine Mäuse sehe, wo keine sind. Frau: Ich legte Käse aus und filmte, wie sie am Käse nagt. Du suchtest Löcher im Küchenboden und schmiertest sie zu. Mann: Einer sagte, dass er eine kleine Maus in meiner Wohnung gesehen hat, ich sah eine, die so groß wie ein Hamster war. Ich hatte also mindestens zwei. Keine ging in die Falle. Frau: Die Maus, die ein Hamster gewesen sein könnte, ging vermutlich in die Falle des Nachbarn. Die kleine Maus schlich am Haken, der die Falle auslösen konnte, vorbei und fraß Schinken und Käse. Sie war so klein, dass sie, als sie gefangen saß, die Falle als Käfig benutzen konnte. Sie erhielt Essen, sie biss auf Metall. Sie wollte Freiheit. Ich grübelte, ob ich mit ihr zusammenleben oder sie ausweisen will. Ich brachte sie in einen Garten und hatte ein Abschiedsgefühl. Mann: Im Garten war Hundeverbot. Frau: Und Frühling. Es machte das schlechte Gewissen kaputt, das du gegenüber Ausländern hast, die abgeschoben werden. ′Eine Maus ist kein Mensch′ sagst du dir, aber einen Menschen hätte ich nicht in der Wohnung lassen können, weil ich eine Schutzhaut brauche. Mann: Eine Wohnung ist eine zweite Haut. Frau: Wenn ich die Maus behalten hätte, hätte ich gedacht, dass das eine allergische Reaktion auf Mäusehaare ist, sobald ich mich unwohl gefühlt hätte. Die Jagd hätte wieder begonnen. Mann: Mich umschwirrten Wespen, so dass ich im Krieg leben und Honigwasser, in dem sie ertrinken konnten, aufstellen musste. Frau: Menschen sagen, dass sie Angst vor dem Wald haben. Angst vor Mücken und Zecken. Das Kind kreischte auf: "Ie! Eine Spinne", es waren Haare, sie lagen verknäult. Ich stellte Pflanzen ins Küchenfenster, sie sollen es zuwuchern. Als Brennesseln in der Wiese, die ich in Balkonkästen gesät hatte, wucherten, hatte ich einen Schmetterling im Zimmer. Ich stelle im Winter eine abgesägte Tanne auf den Balkon, damit ich, wenn ich die Tür zum Lüften öffne, einen Tannenbaum sehen kann. Ich stellte zwischen Bett und Fenster große Zimmerpflanzen, die es in Sonderangeboten zu kaufen gab. Mann: Die Kugellampe ist der Mond. Frau: Ich nahm Papierkörbe als Übertöpfe. Sie lassen sich in einander stecken. Der zweite dient zum Umtopfen. Die Farben sind schön. Das Haus gegenüber ist grau, seine Fenster sind wie schwarze Löcher. Einige sind mit Decken zu gehangen. In andere könntest du reinsehen. Mann: Einer sagte, dass in der Wohnung gegenüber soviel Sex war, dass er den Mietern einen Vorhang schenken wollte, um nicht als Spanner leben zu müssen. Frau: Ich mag keine Staubfänger, ich klebte weiß-durchsichtige Folien in die Fenster. Wenn ich mich nackt ausziehe, mache ich das Licht aus. Ich schlafe gern im Dunklen, Mann: ich habe kein Geld für Jalousien, die Fenster sind hoch. Ich stellte eine Neonröhre ins Fenster, Blickschutz. Frau: Meine Tochter schenkte mir eine Bluse, sie zeigt den Brustansatz. Nachts war ein Mann hinter mir. Ich drehte mich um und redete ungehemmt, weil er ein Deutscher war. Ich hatte einem Mann die Tür aufgehalten, weil er das Gepäck auf dem Fahrrad festhalten musste. Ich sah ihm nicht ins Gesicht. Ich hatte erlebt, dass ich in einer fremden Kultur nichts tue als das Normale und mich plötzlich rechtfertigen muss, dass ich Sexgier angereizt hätte. Ein junger Mann sah mich im Vorbeigehen an und strahlte, als sei ich eine junge, schöne Frau oder ein Engel. Mann: Drogen. Frau: Andere kamen mir entgegen, sie ließen mir keinen Platz, meine Tasche streifte ein Bein. Der Mann sagte: "Schlampe." Ich wollte, dass ein Mann ihn schlägt. Mann: Sie lassen die fremdartige Musik oft so laut aus den Fenstern der Autos dröhnen, als wollten sie sagen, dass ich hier ein Fremder bin. Frau: Oder dass das ihre Heimat ist. Mann: Ich ließ mir Biersorten aus der alten Heimat anliefern. Du siehst das Etikett an. Frau: Einmal haben sie den Spielplatz so laut beschallt, dass ich das Kind wegziehen musste. Mann: Die Deutschen sind nicht rücksichtsvoll, wenn sie ein Heimatgefühl in der Musik suchen. Einer ließ mich mit Barmusik beschallen und nannte das Kiezkultur. Frau: Angst, dass ein Musikkrieg beginnen könnte. Du willst die Polizei nicht damit beschäftigen, damit sie nicht sagen kann, dass sie nicht sagen kann, dass du ihr keine zeit für die Verbrecherjagd läXsst. An einer Ladentür hing ein Schild, dass nur Mitglieder eintreten dürfen, ich trat ein und schrie, dass ich Ruhe will. Du kannst nicht fliehen, wenn du keine Zimmerflucht hast. Männer sangen Karaoke, um sich entfliehen zu können. Ich musste schreien. Eine Frau kam, ich schrie ihr ins Ohr. Sie schlossen das Fenster.Mann: Ich könnte Schallwellen analysieren und in die Gegenrichtung zurückschicken, so dass der Lärm ausgelöscht ist. Frau: Du mietest eine Wohnung, um allein sein zu können, der Lärm dringt durch. Ab und zu wackelt das Bett, als fahre eine U-Bahn unter dem Haus. Mann: Du kannst nicht einschlafen, wenn einer den Motor im Auto anlässt, damit sein Auto nicht auskühlt. Du weißt nicht, warum er wartet und hast Geschichten im Kopf. Frau: Ich beruhige das Herz, wenn es zu laut schlägt, mit Johanneskraut und Schlaftabletten. Auf einem Tisch lag ein Koran. Er wurde weg getan, damit das niemand zur Provokation erklären kann, dass du ein Bier trinkst und dich über den Islam bildest. Der Koran ist wie die Bibel, du kannst für jede Rechtfertigung eine Textstelle finden. Für die Vergebung und den Mord. "Gott sieht dir ins Herz." Mann: Die Moscheen sind in den Hinterzimmern. Du nimmst sie wahr, wenn viele Männer vor einer Tür stehen. Frau: Wenn der Wind günstig steht, hörst du am Sonntagmorgen ein Glockenläuten. Wenn zusätzlich eine Krähe kraht, lasse ich die Augen zu und denke, dass ich weit weg bin. Mann: Die katholische Kirche sagt, dass der Mensch ein Kannibale sein muss, der das Blut und das Fleisch von Jesus in sich will, wie ein Mann seinen Geliebten in sich haben wollte und vor Gericht stand. Frau: Die Kirchen haben das mitbestimmt, dass die Menschen wenig Arbeitslosengeld kriegen, damit sie die Suppenküche der Kirche brauchen. Mann: Sie sah ein Schwein, ich einen Hund, "Ein Hund hat keine Hauer", sagte sie. Ein Mann führte ein Wildschwein im Park spazieren. Ich dachte: ´Notreserve.´ Aber ein Araber riskierte, ausgerottet zu werden. Frau: Wenn er mit einem Schwein zusammen lebt, ist er ein Künstler. Ich malte die Fenster im Kinderzimmer mit transparenten Farben zu. Wenn die Sonne scheint, wandern Farbflecken. Wenn ich nach draußen sehe, sehe ich Buntes. Wenn das Kind da ist, Licht angeschaltet ist, leuchten sie. Mann: Die Küche ist nachts grün, das Bad rot, das Arbeitszimmer blau. Frau: Das habe ich auch früher getan, dass Licht die Armut überstrahlt hat. Mann: Ich schliff die Dielen und die Flügel der Verbindungstür ab. Das Sandpapier der Schleifmaschinen verklebte, ich musste mit einem Winkelschleifer arbeiten. Du brauchst einen teuren, weil es sonst lebensgefährlich sein kann. Frau: Es ist ein Luxus, wenn du auf Holz leben kannst. Ich hätte gern eine Glastür als Flügeltür, durch die Licht fluten kann. Ich hängte eine durchsichtige Folie auf. Mann: Sie knisterte nachts, Frau: als würde das Haus zittern. Ich lasse die Flügeltür im Winter nachts offen, um beim Aufwachen einen weiten Blick haben zu können. Ich heize tagsüber nur das Bad und das kleine Zimmer, wenn das Kind nicht da ist. Ich stellte Spiegel an die Wände. Zwei der Spiegel stehen sich gegenüber. Der Raum scheint endlos. Mann: Du läufst und knallst gegen die Wand. Frau: Ich wollte einen Ofen, um ein Sicherheitsgefühl haben zu können, wenn Gas explodiert ist und keine Wärme durch Rohre mehr ankommt. Der Schornsteinfeger wollte für die Prüfung der Schornsteine soviel Geld, dass ich nur Kerzen und Streichhölzer abbrennen könnte. Mann: Sie wollen Geld, aber keinen Job geben. Der Augenarzt maß ohne zu fragen den Augeninnendruck und wollte Geld. "Alle anderen Patienten haben ohne Diskussion bezahlt! Für Essen und Trinken bezahlen sie auch", sagte seine Frau. Frau: Mein Vater bezahlte, der Arzt entdeckte ein Krebsgeschwür. Mann: Er hatte mich in sechs Wochen zu einer Kontrolluntersuchung bestellt, als er merkte, dass ich fast kein Geld habe, bestellte er mich in einem Jahr. In seinem Wartezimmer lagen christliche Broschüren. Wenn ich an Gott glauben würde, würde ich glauben, dass er in die Hölle kommen wird. Frau: Die Armen helfen den Armen. Mann: Weil sie Hilfe brauchen. Die Straßen sind hier vereister als anderswo. Frau: Es riecht nach Kohlegasen, "es ist Winter", sagst du und fühlst dich in der Vergangenheit. Der Ofen zog nicht. Ich schlug ans Rohr und ging raus. Das Ofenrohr war verrutscht, der Raum wurde verqualmt. Mann: Ich musste durch den Rauch zu den glühenden Kohlen, um Wasser auf sie gießen zu können. Frau: Es stank im Treppenhaus. Ich fragte Kinder, ob sie gekokelt hatten. Sie sagten, dass eine Frau im Hinterhaus ihren Müll im Ofen verbrennt. Du lüftest nachts und machst am Morgen das Fenster zu. Frau: Wenn es am Morgen kalt ist und du Energie sparen musst, um Geld sparen zu können, bleibt die Bettdecke am Hals. Mann: Du musst tun, was getan werden muss. Du gehst am Tag in die Kaufhäuser und Warteräume, wo du dich billig aufwärmen kannst. Frau: Die Menschen, die in Büros arbeiten, kriegen ein geheiztes Zimmer und zusätzlich Arbeitslohn. Mann: In der Heizung von einer Galerie war ein Kurzschluss, sie war kalt. Wenn du ihn entdeckt hast, willst du ihn beseitigen. Du arbeitest unbezahlt für andere, wenn du für dich arbeiten musst. Frau: Der Türspanner vom Haus funktioniert nicht, wenn es kalt wird. Wenn er nachgestellt ist und es warm wird, funktioniert er auch nicht. Der Schlag von der Tür ließ das Haus wackeln, ein Spiegel fiel zu Boden. Der Vermieter könnte dir die Wartung als Arbeitsauftrag geben. Mann: Ich muss einen Hauswart bezahlen. Frau: Der Hinterhof des Hauses ist eng. Jedes Geräusch hallt. Zwischen ihm und dem Himmel hängt ein Netz. Auf ihm liegt eine tote Taube. Ich habe kein Fenster zum Hinterhof. Mann: Das ist der Luxus. Der Eckladen bietet sonntags frische Brötchen an. Frau: Der Verkäufer sagte: "Sie werden hier nicht bleiben." Er sagte, dass er täglich mehr als zweihundert Büchsen Bier verkauft. Mann: Eine Frau kaufte zwei Brötchen und eine Flasche Schnaps. Frau: Eine Frau mit ausländischem Akzent erzählte vor einer Umkleidekabine einer anderen Frau mit ausländischem Akzent, dass sie Alkoholikerin war. Sie sagte, dass es schwer ist, mit einem Mann zusammen zu leben, der Alkoholiker ist. Als ich an der Kasse stand, sagte ein Junge: "Der Wedding ist das allerletzte. Man muss hier weg." Ich dachte, dass es leicht sein wird, einen Job zu finden. Ich wollte mit Kindern Hinterhöfe anmalen und Fenster so gestalten, dass sie auf sie zeigen und sagen wollen: "Da wohne ich." Mann: Die Menschen im Quartiersmanagement erhalten Arbeitslohn, sie sollen mich überzeugen, unbezahlt zu arbeiten. Eine Mitarbeiterin verteilte Kalender, ich sagte: "Wir brauchen auch Geld für Termine", sie lächelte und sagte: "Ich werde es ausrichten." Frau: Die Stiefmütterchen um die Bäume auf der Straße sind schön, aber ich stand geschockt, weil ein Schild in der Erde steckte: ′Gefördert von der Europäischen Union.′ Mann: Sie lehnen Finanzierungsanträge ab und sagen, dass du sie erneut stellen kannst. Frau: Das ist eine Maschine, die du beständig bedienen sollst. Mann: Sie hatten die Anträge gar nicht angesehen. Sie wussten genau, von wem sie zum Juror gemacht worden waren. Das ist wie in der Politik. Frau: In Frankreich waren Revolten. Mann: Sozialarbeiter haben keine Chance, wenn sie keine Chancen vergeben können. Als ich aufwachte und Kinderstimmen hörte, freute ich mich, bis ich dachte, dass sie das Auto anzünden könnten. Frau: Die Deutschen sind keine Franzosen, weil sie ohne Ehrgefühl sind. Hasch beruhigt auch. Du musst ihn einatmen, ob du willst oder nicht. Mann: An den Drogen verdient keiner mehr, weil es zu viele Dealer gibt, sagen sie. Ich wollte eine Zigarette, ich weiß nicht, was in das Papier gestopft war. Frau: Sie war aus dem An- und Verkaufsladen. Ich kaufe nicht nur die billigsten Lebensmittel. Billig hat einen Beigeschmack. ´Rotwein ist gut fürs Herz.´ Der billige Wein liegt dir im Magen, als hättest du Weinstein geschlürft. Auf dem Besteck stand, dass es rostfrei ist, aber du isst Rost. Mann: Ein tolles Essen ist wie eine Henkersmahlzeit, weil es das letzte sein kann. Frau: Der Körper will wissen, dass du ihn liebst. Du musst kochen lernen, wenn du in der Armut bist. Es sind die Gewürze, die jeden Bissen anders schmecken lassen können. Es sind die Soßen, die Kartoffeln und Gemüse verbinden können. Ich streune durch die Billigläden wie durch einen Waldersatz. Ich suche nach Geschenken, die ungewöhnlich sind und stapele sie, bis ich etwas verschenken muss. Wenn die anderen auch durch Billigläden streunen und erkennen, dass du billig eingekauft hast, musst du dir sagen, dass das Geschenk das Suchen war. Als ich reich war, bekam ich Rosen geschenkt. Ich schenkte sie mir selbst. Zum Geburtstag. Mann: Sex war ein billiges Vergnügen. Frau: Wenn du kein Geld für Kondome und Antibabypillen mehr hast, stehst du im Laden und gehst wieder raus. Mann: Du müsstest als Hure arbeiten, um dir Sex leisten zu können. Frau: Aber wenn du als Hure arbeitest, hast du Zuhälter und keine Entspannung. Mann: In den Puffs lassen sie die Männer in einem Vorzimmer warten, so dass du die Schäbigkeit spürst. Sie zeigen dir Pornos, damit es nicht dauert, wenn du die Frau anfässt, die sich nicht küssen lassen will. Frau: Woher weißt du das? Mann: Es wird erzählt. Ein Handwerksmeister baute sich einen Puff neben die Werkstatt, er kann den Tarif bestimmen und verdient Geld. Frau: Er ließ Theater drin spielen. Der Samen quillt in die Requisite und nicht in die Frau. Mann: Da ist nichts Unanständiges drin, wenn du Prostitution spielst. Frau: Du kannst dir die Verhinderung von Kindern beim Gesundheitsdienst abholen. Der Staat weiß, dass es für ihn billiger ist, die Verhütung zu bezahlen, als Müttern Geld zu geben. Mann: Ich hatte zwei Kartoffeln in den Balkonkasten gesteckt und konnte zwei Kilo ernten. Frau: Ich schlug vor, dass in den Parkanlagen Obstbäume gepflanzt werden, sie blühen und dann hast du Obst. Mann: Es sind Abgase drin. Frau: Du atmest sie ein, ob du willst oder nicht. Ich habe, um glücklich zu sein, Erinnerungen. Wenn ich Frischkäse esse, kann ich mich an die Alpen erinnern. Mann: Auf einem Sandweg denke ich an die Wüste von Mexiko. Der Boden zerbrach, weil sich die Tiere Höhlen gegraben hatten. Es konnten Spinnen drin sein oder Schlangen. Frau: Im Treppenhaus ist eine Fratze mit einem brennenden Streichholz. Du willst tolerant sein, bis die Briefkästen aufgesprengt sind. Der, der es gesprüht hatte, musste in den Knast. Der Vermieter nennt das nun Kunst, die du ertragen musst. Du hast keinen Gegenbeweis, weil alles Kunst sein kann. Mann: Du fragst dich, warum du das tun musst, wenn du Miete zahlst. Du musst die Miete kürzen, damit der Vermieter den Mieter informiert, weil du nicht weißt, wo der Mieter wohnt, der die ehemaligen Straßenkinder in der Nachbarwohnung betreut. Sie hatten die Klingel abgestellt, ich musste gegen die Wohnungstür und die Wand trommeln. Eine Schallplatte kratzte stundenlang. Frau: Der Vermieter behauptet nun, ich hätte Mietschulden und droht mit Prozessen. Mann: Er führt keine Prozesse, weil er weiß, dass er lügt. Er hofft, dass ich in Zeitdruck komme, sobald ich wegziehen könnte und eine Bescheinigung über Mietschuldenfreiheit brauche. Er hatte kein Mitleid, als er die Miete für die Wohnung erhöhte, die ich ihm renoviert hatte. Frau: Als ich einen abgeschabten Sessel vor die Tür gestellt hatte, war er kurz später mitgenommen. Der Sperrmüll geht in die Wohnungen. Der Vermieter berechnete Tausende für Sperrmül, als würde eine Mafia Müllrechnungen produzieren. Mann: Du fragst ein Jahr lang nach Rechnungen, bis du sagst, dass ein Rechtsanwalt zu dir zum Mittagessen kommt, dann rufen sie an und sagen, dass du keinen Rechtsanwalt brauchst, weil sie den Betrug entdeckt haben. Frau: Wenn du obdachlos bist, musst du im Winter so atmen, dass die Feuchtigkeit nicht an den Stoff und die Haut kommt und gefriert. Mann: Sie kassieren, weil es draußen kalt und kriminell ist. Frau: Wenn ich sage, dass ich in einer kriminellen Gegend wohne, sagt der Vermieter, dass ich nicht sagen darf, was die Polizei sagt, und wenn ich sage, dass ich die Kriminalität gesehen habe, sagt er, dass ich nicht verallgemeinern darf, was ich erlebt habe. Wenn ich frage: "Wohnen Sie hier?" sagt er "Nein" oder "Früher haben ich dort gewohnt." Die, die hier wohnen, sagen, dass es ruhiger geworden ist. Spritzen und Kotze im Hausflur sind weg. Die Mieten haben sich verdoppelt. Mann: Du denkst zuerst, dass du einen Fehler gemacht hast und das Auto abgeschleppt ist. Aber es war geklaut. Frau: Es ist ein Schock, dass die Armen beklaut werden. Ich müsste Geld klauen, um Versicherungen bezahlen zu können. Mann: Polizisten sagten, dass ich erschossen werden könnte, falls ich selbst ermittele. Sie sagten, dass ich nicht erwarten kann, dass die Polizei nach einem geklauten Auto sucht. Ich dachte: ′Die sind im Geschäft drin.′ Frau: Ein Rechtsanwalt sagte, dass das Auto eines Politikers in drei Tagen gefunden wurde. Mann: Der Politiker wird glauben, dass die Polizei sich kümmert, wenn ein Auto gestohlen ist. Frau: Die Tatort-Filme sind Propagandafilme.Mann: Du lebst in der Realität, ob du willst oder nicht. Sie bezahlen Polizisten, damit sie nach Zigaretten suchen, weil der Staat Steuern will. Es ist ihm egal, dass Menschen am Teer krepieren, wenn er als Geschäftsmann beteiligt ist. Frau: Der Polizeisprecher sagte: "Die Oma ist auch traurig, wenn der Kanarienvogel gestorben ist." Mann: Als ich sagte, dass ich zweitausend Euro geben will, falls das Auto gefunden wird und die Täter verurteilt werden, fragte er, wo ich das Geld versteckt hätte. "Ein neues Auto ist teurer", sagte ich. Er knallte den Hörer hin. Als ich mich beim Polizeipräsidenten beschwert hatte, rief ein Polizist an und sagte "Wir wussten nicht, dass Sie besser situiert sind." Frau: Sie werfen die Armen den Kriminellen zum Fraß vor. Mann: Ich bin nur in Deutschland beklaut worden. Ich bettelte die Zeitung an, dass die Frage abgedruckt wird, ob jemand den Diebstahl gesehen hat, das Auto war alt und auffällig. Der Redakteur sagte, dass er sich eine rührselige Geschichte, in der ich hoffnungsvoll in den Wedding kam und gescheitert bin, ausdenken will. Er wollte mir den Text vor dem Abdruck nicht zeigen. Als die Polizei Lager mit geklauten Autoteilen fand, kam das sachlich in die Zeitung. Die Polizei behauptete, es sei nichts von mir dabei. Ein Mann sagte: "Der Staat verkauft das." Frau: Er wäre ein Hehler. Vor der Tür der Arbeitsagentur standen Polizisten mit Schäferhunden, weil Jugendliche trommelten. Es klang wie Musik. Farbbeutel waren an die Hauswand geflogen, so dass die Arbeitsagentur wie ein Kunstwerk aussah. Die Polizei kämpfte gegen die Kunst. Mann: Ich hatte gesagt: "Die Arbeitsagentur ist ein Kafkasches Schloss", der Angestellte hatte genickt und gesagt, dass er sich keine Opernkarten mehr leisten kann. Sie sagen, die Künstler werten den Wedding auf. Du senkst den Kopf, hältst ihnen den Hut hin, so dass du entblößt vor ihnen stehst. Der Hut bleibt leer. Frau: Der Mann, der mit einem Hund vor einer Kaufhalle sitzt, erhält Geld. Mann: Es ist eine ungenehmigte Demonstration, auf der Straße zu betteln. Der Vermieter sagte, dass ich das Haus kaufen könnte, so dass es unser Haus wäre und die Freiheit hausen könnte. Er sagte nicht, wie ich Geld erhalten kann, um das Haus bezahlen zu können, ohne dass es eine Art Knast wird. Das Dach hat ein Loch, die Wasserrohre sind aus Blei. Frau: Sie sagten, dass das ein Forschungsprojekt ist, ob Menschen ohne Geld Hausbesitzer werden können. Mann: Die, die das erforschen, erhalten Geld. Frau: Ich besichtigte ein Haus, weil es für ein Genossenschaftswohnen angeboten wurde, im Hof standen Juden, sie hatten das Haus gekauft, so dass das zu Ende war. Mann: Du musst denken, dass das als Demonstration verstanden werden könnte, wenn Juden die Häuser dort kaufen, wo Moslems hausen. Frau: Wenn ich ein Tuch um den Kopf wickele, weil die Haare noch feucht und warm sind, draußen herrscht Kälte, fühle ich mich, als sei ich in einer politischen Demonstration. Eine Frau sagte, sie habe auf der Treppe ein Kopftuch gefunden. Sie glaube, es gehöre zu mir, weil das Tuch rot wie mein Rock ist. Ich schenkte ihr einen Engel auf einem Magneten, den sie in einen Kühlschrank kleben kann. Ich vermutete, sie war aus dem Osten. Nachts war ein Knall und du sitzt steif im Bett. Mann: Putz war vom Haus gegenüber gefallen. Die Feuerwehr fuhr die Leiter aus. Männer hackten im Scheinwerferlicht den lockeren Putz ab. Frau: Andere gehen ins Kino oder Theater, du hast das kostenlos. Vor einem Haus war der Umriss eines Mannes auf den Fußweg gemalt, zwischen den weißen Linien rote Flecken. Einer sagte, das sei eine Kunstaktion. Mann: Runterfallender Putz hatte ihn erschlagen. Die Leute sagten, die alte Frau, die zwischen Blumen und Kackhaufen auf der Straße saß, müsse überfallen worden sein, "Sie hat geblutet!" Ein Glas war runter gefallen, die Scherben waren beseitigt worden, die Marmelade war rot. Sie sah aus wie Blut. Frau: Früher guckte ich zu den Dächern, wie die Dachziegel liegen, bevor ich einen Kinderwagen abstellte, ich dachte, dass das vorbei ist, als die Mauer in Deutschland gefallen war. Ein Balken im Zimmer war durchgefault. Mann: Ich habe das entdeckt, weil ich wissen wollte, was sich unter den Dielen angesammelt hat. Frau: Wenn der Erker abbricht, liegst du nackt im Schutt und kommst in die Bildzeitung. Mann: Sie zahlt kein Honorar, wenn du das Opfer bist. Frau: Eine Frau sagte, dass der Mieter über ihr einen Hamster in einer Kugel rollen lässt. Mann: Sie will Anzeige erstatten, weil die Hamsterbesitzer ohne Wissen der Arbeitsagentur zusammenleben. Frau: Du brauchst Ruhe, wenn du unruhig leben musst. Aber wenn jemand von einem Hamster redet, der ihn zur Verzweiflung bringt, müssen die, die das anhören, kichern. Sie will keine Denunziantin werden. Sie sagte, dass sie wegziehen will, aber wenn sie woanders sei, fühle sie sich fremd. Du kriegst ein Heimatgefühl, wenn die Probleme vertraut sind. Mann: Du solltest nicht klagen, wenn du bleibst. Frau: Ein Ghetto ist wie eine Familie, das ist keine freiwillige Beziehung. Mann: Du kannst in keine kleinere Wohnung, wenn du Werkzeug angeschafft hat, um Kaputtes selbst reparieren zu können. Frau: Ich bin froh, als Kind keine Kuckucksuhr geschenkt bekommen zu haben. Mann: Du hast Hemmungen, Zeug weg zu schmeißen, in dem Lebenszeit drinsteckt. Frau: Die Menschen kriegen Arbeitslohn, das ist die Rechtfertigung, aber es steckt Lebenszeit drin. Die anderen wollen auch nichts mehr ansammeln, wenn sie in Fluchtbereitschaft leben. Mann: Du kannst nichts aus der Vergangenheit zeigen, wenn du nichts angesammelt hast. Frau: Wohnungen waren Museen. Ich muss einen Stoff aufspüren, der nachts das Kondenswasser anzieht, den man am Tag nur auswringen muss, so dass niemand verdursten muss, der sich von einer Zivilisation, in der er aus Geldgründen die Vergangenheit, auslöschen muss, als sei er ein Tier im Wald, entfernt. Mann: Die Pilzsucher würden dich finden. Frau: Ich habe nach anderen Wohnungen gesucht. Eine lag idyllisch, aber im Keller und Dachboden hatten sich zwölf Gerichtsvollzieher einquartiert. Sie liefen hoch und runter. Mann: Du willst keinen Gerichtsvollzieher im Haus. Sie nähren traurige Geschichten. Die Wohnungen, die ich haben wollte, kriegte ich nicht, obwohl ich sie hätte bezahlen können. Sie unterscheiden nicht in Erwerbslose und Arbeitslose, so dass die Ehre zerstört ist, egal ob du arbeitest oder nicht. Ehrlose will niemand ins Haus. Frau: Die Politiker sagen, dass Menschen, die nur die Wahl haben, unbezahlt zu arbeiten oder nicht zu arbeiten, Parasiten sind und erhöhen sich die Diäten. Mann: Wenn sie uns zwingen, zum Morgenappell in der Arbeitsagentur aufzutauchen, wären wir versammelt, der Aufstand könnte beginnen. Frau: Sie würden schießen. Mann: Dann haben sie ihren Hass gezeigt. Frau: Und wir sind tot. Die Römerin war zum Urlaub in Rom, sie wollte nicht nach Deutschland zurück. Du kannst in Rom deine Wohnung in Deutschland aufgeben, als sei eine Bombe eingeschlagen und habe sie vernichtet. Aber die Kinder sind Deutsche, wenn du sie hier geboren hast. Wenn du Kinder hast, willst du Enkelkinder und gehst nicht fort. Auch wenn du dich hier mit der Nachbarin übers Telefon unterhältst, weil du nicht auf der Treppe reden willst. Mann: Ich wurde von einer Türkin in eine Wohnung geholt, weil der Ton vom Fernseher kaputt war. Die Frau bot mir Tee an. Frau: Sie war alt. Es ist schön, wenn es so ist, wie es in der Kindheit war. Wenn du den Schlüssel vergessen hattest und pinkeln musstest, ließ dich der Nachbar in seine Wohnung. Wir ließen Fremde in der Wohnung, wenn sie nachts am Straßenrand standen und wegtrampen wollten und kein Auto hielt, weil es dunkel war. Es herrscht keine Hilfsbereitschaft, wo Angst herrscht, betrogen und beklaut zu werden. Manchmal ist es am Morgen ruhig. Du wachst auf und grübelst, wo du bist, weil es ganz still ist. Mann: Wenn es still ist, hörst du, dass der Mann, der über dir wohnt, schnarcht. Frau: Es war ein Brummen im Zimmer. Du lebst mit dem Ohr an der Wand und am Boden, wenn du wissen willst, woher das Brummen kommt, wenn alle Geräte ausgeschatelt sind. Ich habe den Mann über uns gefragt, ob er ein Aquarium hat, es stand an der Wand. Du lebst leise, wenn du die Stille willst. Mann: Ich habe immer Angst, dass das Auto geklaut wird. Jedes Anfahrgeräusch schreckt auf. Ich schlafe in Hosen, damit ich losrennen kann. Frau: Es schepperte, ich träumte, dass ich nach deinem Auto sah, es war da, aber das war im Traum, dass ich aufgewacht war. Es lag Glut auf der Straße. Ich sah nach oben und dachte, dass es dumm ist, den Kopf zu heben, wenn Glut auf der Straße liegt, die jemand aus dem Fenster geworfen haben muss. Mann: Sie spucken überall hin. Sie wollen, dass ihre Spucke über die Schuhsohlen bis in die Wohnungen dringt. Frau: Ein Mädchen sagte, dass es in ihrem Heimatort sauber ist. Wer dort Dreck fallen lasse, dem werde ein Finger abgehackt. Wenn Kinder auf die Straße spucken würden, würde ihnen in den Mund gespuckt. Mann: Der Dreck sagt, dass sie sich nicht zu Hause fühlen. Wenn du zum Himmel siehst, siehst du den Dreck nicht, aber du musst in den Dreck sehen, wenn du nicht in deutsche Hundescheiße treten willst. Frau: Die einen sagen "Wir gebären euch tot", die anderen haben die Hunde. Mann: Sie sind auf den Hund gekommen. Frau: Du willst mit Kindern nicht im Wedding wohnen, weil sich die Jungen im Kindergarten weigern, den Tisch abzuräumen. Ein Junge hielt zwei Männern und seiner Mutter die Tür auf, als er sie vor mir zufallen lassen wollte, wies ihn seine Mutter zurecht. Ich dankte ihm, aber er wird mich hassen, sobald ihn andere Jungen verspotten, weil er mir die Türe aufhielt. Ein Junge sagte zu einer Bulldogge "Fass!" und winkte mit dem Kopf zu mir. Der Hund rührte sich nicht. Sein großer Bruder wies ihn nicht zurecht. Ich sagte: "Das macht den Hass auf euch!" Mann: Das Gefühl von Ehre ist zerstört, wenn die Politiker ohne Ehrgefühl sind. Frau: Dort, wo die Ehre im Wedding herrscht und nicht geklaut wird, werden Frauen und Männer gequält, sagen sie. Es ist unheimlich ruhig um dich, wenn du lauschst, ob Menschen gequält werden. Eine Frau war bereits steif, weil sie beständig den gleichen Klagelaut ausstieß. Er war so schrill, dass ich sagte, sie müsse sich lachen lassen. Ich rief einen Krankenwagen. Mann: In den Imbissstuben wischen die Männer die Tische ab. Frau: Das ist die Geldarbeit. Zu Hause helfen sie auch bei der Hausarbeit, wenn kein Gast da ist. Oder ein deutscher. Ich habe das im Ausland gesehen, weil du dort eingeladen wirst. Hier nicht! Mann: Ich hatte Briefe von der Arbeitsagentur, dem Finanzamt geöffnet, die nicht an mich gerichtet waren, und musste Treppen steigen. Frau: Der Postbote ordnet Briefe falsch ein. Ich grübelte, ob er will, dass die Nachbarn mit einander reden müssen. Mann: Oder er protestiert gegen zu geringen Lohn. Frau: Da ist ein Risiko drin. Mann: Er ist erwachsen und muss wissen, was er tut. Frau: Ein Kind sagte, ich hätte ihm nichts zu sagen. Es lief barfuß. Zwischen Hundekacke und Scherben. Mann: Der Staat kassiert Hundesteuer, aber er baut mit dem Geld keine Hundeklos. Frau: Ich sollte einen Hund ausführen und merkte, dass das nicht gesund sein kann, weil er beständig stehen blieb. Ich ekelte mich bei der Vorstellung, dass er in Pisse und Hundehaufen tritt und in Betten kriecht. Mann: Es ist vom Wetter abhängig, ob ich in einer Flugschneise lebe. Frau: Flugzeuge fliegen von Haus zu Haus. Sie fliegen so tief, dass sie keinen Neid wecken, weil ich denken kann, dass sie nicht weit weg kommen können. Mann: Es kostet Geld, wenn du Urlaub willst. Frau: Der Fahrpreis verdoppelte sich. Das Wetter ist ein Lotteriespiel, wenn du raus fährst. Die Sonne schien und Lastkähne trieben vorüber, wir winkten einander zu und beneideten einander. Wir mussten am Ufer bleiben, sie auf dem Schleppboot. Wenn das Kind bei uns ist, kann ich nicht weit laufen. Mann: Ich trainiere Muskeln im Bett. Anspannen, Ausspannen. Das ist das Billigste und Ungefährliche. Sportgeräte engen den Wohnraum ein. Studios sind teuer und du hast Zuschauer, die dich in Scham treiben, der dich überfordern kann. Frau: Die Jungen spielen auf der Straße Fußball, so lange wie die Ampel Grün zeigt. Sie legen sich auf Kreuzungen und zählen, wie lange sie die Gefahr aushalten. Sie fragten mich nach meinem Namen, nach den Namen meiner Kinder, meiner Eltern, aber wenn ich sie nach ihrem Namen frage, sagen sie falsche. Es macht das Misstrauen, wenn sie fragen, wann du heute aufgestanden bist und was in dem Karton ist, den du trägst. Angst ist nicht freiwillig. Sie ist Lauern im Hirn. Ich fotografierte die Fenster. Junge Männer fragten, was ich fotografiere, ich sagte, dass ich ihnen das nicht sagen muss, sie sagten, dass das kontrolliert werden muss, "Vielleicht wohnen Leute da! Oder wohnen Sie dort?" Du willst nicht sagen, wo du wohnst. Ich bin an der Haustür vorbei und spazieren gegangen. Einer von ihnen hat mir eine Tüte mit Gummibärchen hingehalten und gesagt: "Es war nicht böse gemeint." Mann: Ein anderer sagte, dass du keine Schulden machen darfst und dass du klauen musst, sobald du Schulden hast. Er sagte, dass er soviel klaut, dass er eine Reserve hat und Geld an die Familie abgeben kann. Sie nimmt das Geld, fragt nichts und kann ihm keine Vorwürfe machen, falls die Polizei nach ihm fragt. Frau: Die, bei denen du Schulden hast, wissen, dass du Schulden bei ihnen hast. Mann: Wenn du geklaut hast, wissen die Beklauten gewöhnlich nichts. Frau: Oder können nichts beweisen.Mann: Einer sagte, dass er abgeschoben werden soll, weil er kriminell ist, aber dass er dem entgehen kann, in dem er in ein Bundesland umzieht, das er mit der Stadtbahn erreichen kann. Frau: Sie sagen, dass sie die Ausgänge im Gewirr aller Häuser kennen. Sie klauen dort, wo sie sich auskennen, Mann: die Gegenden der Reichen sind sicher. Frau: Die Politiker können sich sicher fühlen. Mann: Ein Mann sagte, dass die Haustüren offen bleiben müssen, weil die Durchgänge ihr Revier sind. Er sagt, dass er dir alles besorgen kann, was du brauchst. Frau: Sie wollen als Gegenleistung die Fluchtwege. Mann: Du hast keine Sicherheit, dass sie dir nicht den Rückspiegel klauen, weil dein Nachbar gesagt hat, dass er einen Rückspiegel braucht. Frau: Du hattest Jugendlichen geholfen, die Straßenkinder gewesen waren und sich aus ihrer Wohung ausgesperrt hatten. Es klingelte täglich, weil sie einen Staubsauger oder einen Rührlöffel brauchten. Ich lehnte das am dritten Tag ab, weil ich Angst hatte, dass sie merken, wenn wir verreist sind. Der Junge hat dann täglich an der Haustür geklingelt und gesagt, dass er nicht geklingelt hat. Du fragst nicht nach, warum er das tut, um uns zu sehen. Mann: Als wir verreist waren, wurde nicht eingebrochen. Frau: Ich setzte mich zu einem kleinen Jungen auf die Treppe und sagte: "Du bist schön und im Innern lieb", er nickte und lächelte glückselig. Mann: Er hatte mein Rad zerstört. Du wirst von Politikern gezwungen, wie ein Kind zu leben. Du kannst kein Elternersatz sein. Frau: Die Jungen klauten im Café eine Kasse, einer brachte seinen Anteil am Gewinn zurück, er habe eine Chance Fußballer zu werden, er wolle sie sich nicht zerstören. Die Jungen Männer waren zufrieden, als ich sagte, dass sie wie ein Rudel wirken, aber im Innern verschieden sind. Ich weiß nicht, wer sie sind. Ich rede gehemmt mit ihnen, weil sie mir sonst durchs Haar streichen, als könnten sie mich verführen, eine Hure zu werden. Mann: Ich musste sie warnend ansehen. Frau: Ich hörte, sie sagen "Die Deutschen stinken." Die Alkoholiker stinken nach Alkohol und kaltem Zigarettenrauch, sie pinkeln zwischen die Kinderwagen ins Haus. Der Vermieter hat einen Zettel aufgehängt, dass du das Treppenhaus nicht als Klo benutzen sollst. Deutsch und türkisch. Es sind die Deutschen. Die Pissoirs wurden abgebaut, um die Alkoholiker von den Straßen zu vertreiben. Mann: Du öffnest die Wohnungstür und denkst, dass du in einer Latrine wohnst. Frau: Sie machen das wie eine Demonstration. Wenn sie besoffen sind, kacken sie wie Hunde zwischen Autos, setzen sich auf einer Bank mit nacktem Hintern aufeinander. Mann: Hast du das gesehen? Frau: Wenn sie auf der Straße sind, kann jeder gehen oder bleiben. Zu Hause müssten sie prügeln, wenn einer nicht gehen will. Es will niemand die Polizei rufen, die sagt, dass du Mitschuld hast, weil du in den Weddding gezogen bist. Mann: Der Zigarettenrauch dringt durchs Fenster, obwohl du Nichtraucher sein willst. Frau: Der Rauch zeigt, dass du atmest. Fenster und Türen würden vor Gas nicht schützen. Falls die Polizei Menschen weinen lassen will. Mann: Die Kindergärtnerinnen rauchen, sie saugen auf dem Spielplatz an Zigaretten wie an einem Nuckel . Frau: Die Kinder zeigten mir einen Käfer und einen Wurm, sie sagten: "Sie müssen noch viel essen, damit sie ein Schmetterling und eine Schlange werden können." Es ist der Flügelschlag eines Schmetterlings, wenn du lebst. Ich hatte einer Frau das Leben gerettet, weil ich ihr gesagt hatte, dass sie Angst hat, zu kündigen. Sie war sofort gesund. Sie war monatelang in ärztlicher Behandlung, sie war in der Psychiatrie gewesen, weil sie unfähig gewesen war, zu sagen, dass sie kündigen will. Als sie bereit war, es zu sagen, konnte sie wieder im Ordnungsamt arbeiten. Ich hätte ihr nicht sagen können, dass ich nur mit ihr reden werde, falls ich Geld dafür bekomme. Du arbeitest und erhältst Arbeitslosengeld. Mann: Ich habe als Hilfsarbeiter ein Kinderradio auf Satellit gebracht. Frau: Die Politiker wollen, dass Menschen in der Armut leben müssen. Es ist ein Menschenhass drin. Eine Frau sieht älter aus als ich, sie ist jünger. Sie erhält keinen Nachtzuschlag. Ich rief die Gewerkschaft an, sie gab mir keine Auskunft, weil ich wegen der Enttäuschungen kein Mitglied war und wurde enttäuscht, so dass ich keinen Sinn darin sehen kann, Mitglied zu werden. Ich riet ihr, sich beim Amtsgericht einen Beratungsschein zu holen, zu einem Rechtsanwalt zu gehen und zu klagen. Sie ist zu müde, sie muss sich um ihr Kind kümmern. Mann: Ein Angestellter des Jobcenters sagte: "Es wird wie in Spanien, dass die Kinder bei den Eltern wohnen bleiben müssen." Aber in Spanien ist es warm, du lebst draußen und brauchst in der Wohnung nur ein Bett. Frau: Sie lassen den Menschen die Wahl, unselbständig zu leben oder kriminell zu werden. Die Betriebe haben Betriebsräte. Krankenhäuser haben Patientenräte. Es gibt einen Kulturrat, einen Judenrat, aber keinen Erwerbslosenrat. Das Telefon verbindet die Armenviertel mit den Reichen. Eine Frau sagte mir, dass sie es gut findet, dass die Kinder lange zu Hause bleiben müssen, weil das schön ist, wenn die Kinder zu Hause sind. Ihr Mann arbeitete im Kanzleramt. Ihr Haus ist groß und hat einen Garten. Mann: Es ist ein Unterschied, ob du Quark mit Kartoffeln essen willst oder musst. Du kannst hier nur unbezahlt arbeiten und Arbeiten anderer nicht bezahlen. Die Rechnungen kommen von draußen. Frau: Der Architekt gegenüber hat sich eine Maklererlaubnis geholt, in der Hoffnung, Geld verdienen zu können. Er will nicht, dass du das weißt, weil Makler sich als Haifische darstellten, die jeden zerreißen, der verwundet ist. Mann: Du musst sie abschlachten, wenn du verwundet bist. Frau: Eine Frau klebte Plüschtiere auf Möbel. Ich spüre eine Vergewaltigung, wenn eine Frau Plüschtiere sammelte, die wie ein Streicheln sind und schweigen. Mann: Ich will kein Plüschtier sein. Frau: Wenn du Kuscheltiere rumliegen lässt, werden sie dir geschenkt, weil jeder denkt, dass es dir eine Freude machen könnte. Der Raum wird eng. Mann: Ein Rentner sagte: "Ich bin froh, in diesen Zeiten nicht jung zu sein." Eine Rentnerin stimmte ihm zu. Frau: Sie haben den Krieg erlebt und werden bald sterben müssen. Mann: Der Körper hat sich abgenutzt, wenn er gearbeitet hat. Frau: Wer früh sterben will, sollte eher in die Rente gehen können als jemand, der alt werden will. Mann: Wenn du ein bedingungsloses Grundeinkommen hättest, könntet du entsprechend deiner Kräfte leben. Frau: Es müsste hoch genug sein, um aus den Ghettos entkommen zu - können. Ich lief zu Fuß bis in die Mitte der Stadt, um ein Theaterstück ansehen zu können. Ich zahlte und langweilte mich. Als ich zurück war, waren die Füße wund. Als ich aus dem Fenster sah, lag ein Mann blutüberströmt. Als er im Krankenwagen lag, hörte ich seinen Herzschlag aus den Lautsprechern von den Messgeräten. Im Laden gegenüber rasselten die Jalousien nach unten, ′Wie im Film.′ Ich weiß nicht, warum der junge Mann abgestochen worden war. Mann: Als Statist kriegst du kein Drehbuch. Sie schlugen einem Mann, der am Boden lag, auf den Kopf. Ich hielt das Telefon hoch und sagte, dass ich ihnen zehn Sekunden gebe. Sie haben mich bedroht und gesagt, dass das nicht in Ordnung ist, dass ich die Polizei rufen will, wenn sie jemandem, der am Boden liegt, auf den Kopf schlagen. Frau: Sie sagten, er hätte hinter dem Tresen gestanden und einer Frau, die kein Geld hatte, Kaffee gegeben. Ich tröstete mich, dass ich auf dem Heimweg vom Theater eine kitschige Apotheke gesehen hatte. Hölzerne Engel hingen an der Decke. Das Gedächtnis speichert beides ein, - du hast die hölzernen Engel an der Decke und den Mann mit dem Gesicht zum Boden. Mann: Ein Mann hatte Angst um seine Glastür, er hatte die Versicherungspolice nicht bezahlt, er hat die Tür geöffnet, weil ein Mann nachts gegen das Glas schlug, sein Jochbein wurde gebrochen. Er sollte den Schläger identifizieren, die Polizei legte ihm Fotos vor, er sah alle Gesichter, die in der Straße lungerten, in der Verbrecherkartei. Frau: Er lag er auf der Straße, ich hätte ihn nicht erkannt, wenn er nicht vor seinem Laden gelegen hätte, weil die Schwellungen und das Blut Menschen wie Monster aussehen lassen. Die Geräusche aus Geschlagenen sind wie die von Dämonen. Du streichelst die Haut, um sie zu versöhnen, und hast Blut an der Hand. Du willst die Polizei rufen, aber da ist ein Krankenwagen gerufen worden. Der Rettungssanitäter fragt, ob der Verletzte mit Viren verseucht ist. Du guckst auf deine Hand und überlegst, ob eine Krankheit in dich gedrungen ist, weil du keine Gummihandschuhe bei dir hast, wenn du nicht vorsorglich daran denken willst, dass Verletzte auf der Straße rumliegen könnten. Mann: Er hatte beim zweiten Mal zuerst einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten. Frau: Als ich am nächsten Tag im Laden stand, ließ mich ein Junge an der Kasse vor und ein anderer drehte seinen Korb zu mir und sagte, dass ich meinen Karton abstellen kann. Ich dachte: ′Ihr wisst, wer die Schläger sind und wollt keinen Krieg.′ Mann: Ein Student stand auf dem Balkon und rauchte, sie haben ihm gedroht, ihm das Gesicht zu zerschlagen, er sagte: "Ich wohne seit achtzehn Jahren hier." Da haben sie gesagt, dass er sagen darf, dass Mohammed sein Freund ist und ihn beschützen will. Frau: Sie reden wie Rechtsradikale, dass das ihr Kiez ist. Die Linksradikalen, die von Kreuzberg kommen, sagen, dass die Künstler die Feinde sind, weil dort, wo Künstler sind, die Reichen hinziehen und die Mieten steigen. Mann: Wenn die Reichen sich für Kunst interessieren, Bilder kaufen würden, müssten Künstler nicht in die Armenviertel ziehen. Frau: Sie hatten kein Mitleid, dass einer, der Bilder in seinem Schallplattenladen ausstellt, zusammengeschlagen worden war und seine Zähne verloren hat. Mann: Die Immobilienbesitzer erhöhen die Mieten, weil die Politiker Geld von ihnen fordern, sagen sie. Frau: Ein Beamter sagte, dass es schlimmer werden muss, damit es eine Revolution gibt und besser werden kann. Er riskiert nichts, Beamte bleiben Beamte. Am Anfang und Ende waren Hierarchien. Mann: Die Linken sagen, dass die Künstler für die Jugendlichen arbeiten müssen, wenn sie ein Wohnrecht im Kiez haben wollen. Frau: Du legst einem Kind die Hand auf den Kopf, um es zu trösten, in einer anderen Kultur ist das Gewalt, sie schlagen zu. Mann: Sie machten Straßentheater und schrien: "Ausländer raus!" Aber ein Ausländer wusste nicht, dass das Theater ist. Sie legten Hefte aus, in denen stand, dass die Nationen und Kulturen ausgerottet werden müssen, nur Israel und Amerika sollen kapitalistisch bleiben dürfen, weil dort die Juden eine Zuflucht haben. Sie nennen sich Anti-Deutsche und reden deutsch. Du grübelst, ob sie die Schläger waren. Frau: Mehrere Künstler wurden von hinten niedergeschlagen. Sie sahen nicht aus, als hätten sie Geld. Mann: Die Evangeliken kämpfen für Israel, sagen sie, weil sie glauben, dass, sobald alle Juden in Israel sind, die Juden ausgelöscht werden und ein Heiland erscheinen wird. Die Juden sind dagegen, dass sie noch einmal ausgerottet werden sollen, aber sie wollen die Hilfe von Amerika. Frau: Die Mitarbeiter vom Virchow-Krankenhaus nutzten das aus, dass der Mann, der zusammengeschlagen worden war, eine Gehirnerschütterung hatte, sie ließen ihn unterschreiben, dass er einverstanden ist, dass er zerlegt wird, falls er stirbt. Er wurde mit zugeschwollenem Auge und ohne Zähne entlassen. Sie hätten ihn sonst wegen seiner Angst vor Gewalt in die Psychiatrie stecken müssen, sagten sie. Mann: Er fand seinen Laden, er kam mir vor wie ein Held. Mann: Das ist die Illusion. Frau: Weil du Hoffnung willst. Ich wurde von einem Arbeitgeber für geisteskrank erklärt, weil ich einen Nutzungsvertrag für Sendebeiträge, die ich in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für ein Radio in China schreiben sollte, eingefordert hatte. Mann: Du weißt, was eine Leistungsgesellschaft ist. Die Frauen werden für geisteskrank erklärt, die Männer für Nazis, wenn sie gegen Ausbeutung protestieren. Frau: Sie sagen in den Nachrichten, dass Mörder, die für ein Gerechtigkeitsgefühl töten, härter bestraft werden als die, die für Geld töten. Die anderen sitzen im Jobcenter wie ein Gemüsehändler, der kein Gemüse hat. Mann: Sie dürfen dir sagen: "Ich genehmige Ihnen", "ich verlange eine persönliche Rückmeldung." Sie sitzen in einer ehemaligen Fabrik und werden von Steuergeldern bezahlt. Ich muss ihnen nachweisen, dass ich täglich unbezahlt arbeite, um einen Job zu finden. Frau: Die Menschen sind fasziniert vom Tom Sawyer, der andere für sich arbeiten ließ und dafür Geld verlangte. Mann: Es ist der Arbeitsauftrag von Jobvermittlern geworden, Menschen für Kapitalmanager zu Humankapital zu machen. Wer ein Mensch bleiben will, muss mit Bestrafung rechnen. Frau: Aber dann haben die Steuerzahler die Kosten wegen der Beschaffungskriminalität. Mann: Politiker sagen, Erwerbslose sollen Angestellte töten, um Arbeitsplätze erhalten zu können, oder Banken ausrauben. Sie sollen Falschgeld drucken, damit Konsum Arbeitsplätze schaffen kann. Sie nennen das Selbstverantwortung. Frau: Ein Mädchen kriegte keinen Ausbildungsplatz, weil sie nicht kriminell und nicht drogensüchtig ist. Ihr Arbeitsvermittler fragte mich, ob ich ihr eine Ausbildungsstelle besorgen könnte. Ich sagte: "Ich kann es versuchen, wenn das ein Job für mich werden kann." Mann: Ich bat um einen Job, in dem ich für das Geld, das sie mir geben wollen, zwei Tage lang Papierkörbe leeren und in der Restzeit in der Freiheit leben kann. Frau: Sie zwangen mich in eine Weiterbildungsmaßnahme. Ich wurde Screenerin. Sie haben keine Jobs für Screenerinnen. Mann: Es verdienen zu viele daran, dass es Erwerbslose gibt. Ein Jobvermittler bot mir an, dass ich in Ungarn Grünflächen pflegen könnte. Ich sagte, dass das zu teuer wäre, nach Ungarn zu fahren; er nickte, "Das ist ein einziger Sumpf." Ein Pharmakonzern suchte Testpersonen. Frau: Sie wechseln die Arbeitsvermittler beständig aus, damit kein Vertrauensverhältnis entstehen kann. In der Bildzeitung war ein Gehaltsreport, ein Bettler kann mehr Geld verdienen, als ein Sozialhilfebetrüger erhalten könnte. Mann: Es gibt mehr, die ihr Anrecht auf Geld nicht in Anspruch nehmen als Betrüger. Einer betrügt, in dem er jeden Abend sagt, dass er am nächsten Tag früh aufstehen und zur Arbeit muss. Er will nicht, dass jemand weiß, dass er arbeitslos geworden ist und gibt Trinkgelder. Frau: Der Bundeskanzler, der uns gezwungen hat, wie im Offenen Strafvollzug zu leben, ließ sich zum Abschied das Mackie-Messer-Lied spielen und ging in ein Ölgeschäft. Ich sang das Lied von Jenny, der Seeräuberbraut. Es macht mir nichts aus, Gläser abzuwaschen und Zigarettenstummel aufzulesen, sage ich mir, wenn es getan werden muss und niemand an mir Geld verdient. Mann: Auch dieser Job endet. Frau: Ein Jobvermittler reagierte beeindruckt, weil ich Politiker gebeten hatte, mir einen Job zu geben, die behauptet hatten, dass es Jobs gibt. Er sagte zum Abschied, dass er angewiesen wurde, mir zu sagen, dass ich den Hochschulstatus verloren habe, weil es keine Jobs gibt, und dass ich nun nachweisen müsse, dass ich mich auch an Bratwurstständen um Jobs bewerbe. Ich stellte mir vor, dass Millionen Menschen an Bratwurstständen anstehen und sagen: "Wir wollen keine Wurst, wir wollen einen Job. " Mann: Ein Umfrageinstitut behauptete in einem Brief, keine Telefonnummer von mir zu haben und mich zu Hause aufsuchen zu müssen. Ich fand im Internet Mailadressen von denen, die unterschrieben hatten; die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen einen. Ich schrieb, dass ich nur schriftliche Interviews will, die ich unterzeichnen kann. Sie sagten, dass sie mich von der Liste gestrichen hätten. Mündliche Interviews, die anonymisiert werden, können nicht überprüft werden, falls Zweifel sind, ob Betrug herrscht. Die Wirtschaftsbosse haben Geld und wollen mehr Geld, ein Umfrageergebnis ist für sie eine Investition. Frau: Und plötzlich waren fünftausend Euro auf meinem Konto. Mann: Das ist, als wenn du einem hungrigen Hund eine Wurst hinlegst, die er nicht fressen darf. Frau: Du hast immer die Angst, dass du als Leiche nicht alles in Ordnung gebracht haben könntest. Ich sortierte fleckige Schlüpfer aus. Du rechnest mit Hausdurchsuchungen und wischst den Küchenfußboden. Einer sagte, politisch ermordet zu werden, sei ein schöner Tod. Mein Sohn sagte, dass er sich nicht vorstellen kann, dass ich im Bett sterben werde. Es klang wie ein Auftrag. Mann: Wenn du einen Auftrag in dir hast, bist du gesteuert. Frau: Du lebst wie unter Drogen, wenn du mit einem Bildzeitungsblick in dein Zimmer siehst. Mann: Das Sicherheitssystem am Gasofen war kaputt. Frau: Du sagst dir, dass das Altersschwäche ist. Mann: Er war ein Jahr alt. Frau: Aber billig. Das ist das Risiko, wenn du in der Armut lebst. Angst ist eine Droge, die du nicht freiwillig nimmst. Wenn du bei einer Demonstration gegen die Politik, die dich in Armut zwingt, auf Polizisten zugehst, um ein Zeuge zu sein, falls sie zuschlagen, halten sie die Kamera auf dich, du fühltst das wie eine Pistole. Als ich den Polizisten zurief: "Reiht euch ein! " zogen die Männer, die hinter mir marschierten, ein drohendes Gesicht, als seien sie vom Staat bezahlt. Mann: Du willst cool sein, aber du weißt, dass das der Tod bei lebendigem Leib ist. Frau: Ich bin blondiert. Es ist in den Märchen, dass im Schwarzen das Böse ist. Es macht ihnen Angst. Mann: Die Sonne scheint gelb. Aber dann schwankt eine blondierte Frau heulend durch die Straßen und sucht ein "Niggerlokal!", um einen schwarzhäutigen Mann anzuschreien. Er hatte sie benutzt, sie hatte sich benutzen lassen. Frau: Ich wollte einen Mann zum Essen einladen, aber dann dachte ich, dass ich reich wirken könnte, weil ich ein Bad habe. Er hat das Klo in der Küche. Mann: Die Reichen sind auch neidisch. Frau: Sie gönnen den Armen nichts. Frau: Der Referent des Chefs einer Drogeriekette behauptete, dass er sich im Gegensatz zu mir finanziell keine Kinder leisten könne. Ein Stern-Autor behauptete, die Armen hätten viel Geld, weil sie vorsichthalber zwei alte Fernseher rumstehen haben, weil beständig einer ausfallen kann. Die Armen hätten auch mehrere Mobiltelefone, weil es die kostenlos gibt. Gelegentlich hat keins einen Vertrag. Als ich schwanger war, war es in der Wohnung so kalt, dass ich das Kind nicht aus dem Bauch lassen wollte, weil es im Bauch warm ist. Sie sagten, sie könnten Staatsfeinde nicht mit trockenen Wohnungen bezahlen. Die Mauer fiel. Mann: Der Ehemann von der Frau im Jobcenter hat Leukämie, sie will mich beschützen, weil ich Krebs hatte, als unheilbar krank galt und mich heilen konnte. Frau: Ein Mann stach zu. Die Leute im Warteraum hatten Mitleid mit der Frau, die durch Fettschichten hindurch blutete, aber auch Mitleid mit dem, der ins Gefängnis musste, weil sie ihm das Geld für Miete und Essen gekürzt hatte. Mann: "Wer das Geld hat, hat das Sagen", sagen sie. Frau: Sie teilen es dir zu, so dass du so weit reden kannst, wie sie es erlauben. Wenn du kein Geld mehr verdienen kannst, musst du schweigen. Wenn du auf der Straße vor dich hin redest, wirkst du verrückt. Wenn du schreist, störst du die öffentliche Ordnung. Mann: Jede Lohnkürzung ist ein Stück Richtung Knast oder Psychiatrie. Frau: Die Legenden erzählen, dass die Verlierer schwach sind, es macht in den Siegern ein Gefühl von Stärke. Sie regieren wie Vieh. Ich konnte keinen Spargel mehr essen, weil ich denken musste, dass die Schmerzen von Menschen drin sind. Ich habe als Kind Steine vom Feld lesen müssen. Der Rücken schmerzte, als hätten die Steine drangeschlagen.Du musst nicht hungern, wenn Spargel teuer ist. Mann: Wenn ich Fleisch esse, schiebe ich gequältes Fleisch ins gequälte Fleisch, weil das das Billigste ist. Der Kulturverein war ein Fleischerladen. Frau: Im Keller sind Rauchfänge. Eine Frau mit weißem Faltenrock sang zur Gitarre. Sie kam aus New York. Das Publikum flippte aus. Ich kriegte die Handflächen auf den Boden, die Füße in Kopfhöhe. Ich sagte ihr, dass ich ihr Go-Go-Girl bin, sie lächelte glücklich. Mann: Die Gäste bezahlen den Eintritt, du siehst, dass er sie erschreckt. Du willst, dass jeder hinter die Stahltür treten kann, um für Momente dem Alltag entwichen zu sein, weil sich ein Mensch fremdartige Töne entlockt. Das Gehirn wird schläfrig, wenn es täglich die gleichen Reizmuster kriegt. Du musst Eintritt bezahlen, wenn du nicht als Schläfer leben willst. Du willst als Weckreiz eine Liebschaft, weil das billig ist. Aber die Fantasie sagt dir, dass du Sehnsucht nach deiner Frau haben wirst, sobald du in einer Liebschaft bist. Frau: Sexgier sagt, dass die Person so ist, dass du im Innersten Kinder mit ihr willst. Mann: Ohne Kinder von ihr zu wollen. Frau: Pupillen sind wie Löcher, durch die du in den anderen sehen kannst. Sie spiegeln dich. Ich tanzte, etwas umschlang meine Beine und als ich hinsah, war ein Kopf in meinem Schoß, eine fremde Frau ließ sich zurückfallen, ich stand über ihr und grübelte, wie ich das weiter tanzen könnte. Mann: Es sind Frauen, die mich eifersüchtig machen. Frau: Wenn eine Fremde sagt, meine Lippen sind schmal, meine Schamlippen müssten schmal sein, ist die Beziehung zuende. bevor sie begonnen hat. Die Männer im Wedding wirken nicht erotisch. Ich habe den erotischen Gang, der den Frauen eine Leichtigkeit des Seins verspricht, nur bei den Männern im Knast gesehen. Mann: Du fragst nach den Lebensgeschichten hinter den Rollen. Der Regisseur sagt, dass die Aufführung eine Lüge ist, in den Proben war die Realität. Frau: In dem Theatralischen hat alles seine feste Ordnung. Mann: Hinter der Bühne sind Machtkämpfe, sie sind so brutal, dass du im Strafvollzug straffällig wirst, um in Einzelhaft kommen zu können, sagen sie. Du freust dich nach dem Theater mit einem Strafgefangenen, dass er in wenigen Tagen entlassen wird und grübelst kurz später, ob er dein Auto geklaut haben könnte. Frau: Er sagte, er will, sobald er draußen ist, eine Familie gründen. Das wirkt nicht kriminell. Aber dann denkst du, dass ein Vater Geld für seine Kinder haben will. Früher konnte er sagen: "Ich will einen Job." Mann: Wenn du dir etwas leisten, Geld willst, musst du kriminell sein. Keine Wahl. Frau: Wer Lotto spielt, um rauszukommen, spendet für Opern Geld, in die er nicht gehen kann, weil er kein Geld hat. Als ich nach Hause ging, löste sich ein Mann von einer Laterne und lief mir nach. Er sprach von der Polizei, die nicht reagiert. Ich grübelte, ob das eine Klage oder eine Drohung war. Ich wich aus und lief in seitlichem Abstand einige Schritte hinter ihm her, um ihn, der eine Bierflasche in der Hand hielt, beobachten zu können. Mann: Einer, der hier aufwuchs, sagte, sein schrecklichstes Erlebnis war, dass er einen Videofilm, den er suchte, nicht in den Videotheken finden konnte. Frau: Als ein Mann beerdigt war, war ein Tanzen und Singen in mir, als wollte ich mich lebendig fühlen. Oder als sei der Tote in mich eingedrungen, so dass ich nun doppelt leben muss. Wenn du in den Wedding kommst, hast du fremdartige Augen. Du siehst hin. Eine Frau kaufte nachts einem Mann eine Rose ab, legte sie hin und vergaß sie. Eine Frau schenkte mir eine Rose, als ich tanzte, ich musste mit einer Rose ohne Stacheln tanzen. Mann: Eine glatzköpfige Polizistin trat ein und fragte, wem der schwarze Jaguar gehöre. Wir gingen alle vor die Tür und sahen das Auto an. Der Mann neben mir sagte, dass er das Auto haben will, falls es ihn nur das Strafgeld fürs Parken kosten würde. Es stand im Kreuzungsbereich, es behinderte niemanden. Frau: Es sind die Autos, die die Legenden nähren. Vor der Redaktion der Bildzeitung wurde ein Auto mit Handschuhen entladen, der Besitzer sagte, es sei nur ein Porsche. Er koste nur vierhundertzweiundfünfzigtausend. Als ich in Patricks Laden kam, war es eiskalt, obwohl er sieben Briketts in den Ofen geschoben hatte, wie er sagte. Mann: Er stellt die Musik oft so laut, dass du nicht reden kannst, weil er Ruhe will. Frau: Wenn er redet, schreit er, dass er ein Verfolgungsopfer ist. Der Chef eines Sozialhilfevereins verband mit Hilfe eines Cookies meinen Computer mit einer gefälschten Seite, weil ich ihn um eine Linksetzung auf die Seite vom Ombudsrat gebeten hatte. Für ihn war das Konkurrenz. Ich hörte einen Mann zu einem anderen sagen: "Ich klaue noch einen Fernseher, dann komme ich vorbei." Woanders hätte ich das für einen Scherz gehalten. Du hast schuld, wenn du vertrauensselig bist, aber du bist wahnsinnig geworden, wenn du den Mut, zu vertrauen, verloren hast. Mann: Ein Mann hat einen Tumor im Kopf, er weiß, sie müssen ihm Haftverschonung geben. Er sagte, dass er den Polizisten sagt, dass er seinen Ausweis zu Hause gelassen hat, damit er nach einem kostenlosen Restaurantbesuch noch kostenlos nach Hause gefahren wird. Frau: Er klaute, um in den Puff gehen zu können. Mann: Vielleicht hatte er sich den Tumor im Kopf ausgedacht. "Die Ausländer klauen." Aber die Deutschen, die hier leben, sind wie Ausländer. Frau: Du hast Vorurteile, wenn ein Mensch eine ganze Nation verkörpern muss, ob er das will oder nicht. Mann: Menschen bücken sich und lesen weggeworfene Zigarettenstummel auf, um den Rest Tabak rauszupulen. Ich wühlte nach Pfandflaschen in Papierkörben, aber ich tat es mit einer Würde, so dass es mir theatralisch genug schien. Frau: Du tust so, als sei das alles Theater, wenn du das nicht sein willst, in das du gezwungen bist. Du musst lernen, das Leben, das du nicht verändern kannst, als Traum zu erleben und im Schlaf anderes zu erleben. Es ist egal, wo du etwas erlebt hast. Mann: Nachts sind Alpträume, so dass du nach dem Aufwachen froh bist, dass die Menschen nicht zu Fleischklumpen zersägt sind. Die Berater der Politiker nannten Menschen "Menschenmaterial." Die Politiker behaupten, dass sie keine Macht haben, das zu ändern. Frau: Die, die sich von der Wirklichkeit abschotten, weil sie nicht an ihr leiden wollen, verpassen die Termine, an denen sie sich überprüfen lassen müssen, und haben noch mehr Ärger in der Wirklichkeit. Das ist die Spirale von Gewalt. Mann: Geheimdienste organisieren Terror, damit Antiterrorgesetze geschaffen werden, die ihre Macht erweitern. Frau: Als der Krieg war, war ich zufrieden, dass die Regierung sagte, dass sie gegen den Krieg in der Wüste protestiert, aber während wir auf die Bilder von Bomben und Toten starrten, wurden wir in die Armut gebracht und darin gefangen genommen. Mann: "Stürzt den König" steht auf einem handgemalten Plakat, das an einem Balkon vom Haus hängt. Frau: Es klingt wie der Titel eines Theaterstückes. Mann: Du bist in dieser Art Leben unbezahlt Statist . Mann: Wenn du einen Job kriegst, ist das nur noch eine Art Obdachlosenasyl, in dem du eine Weile bleiben kannst. Frau: Ein Job ist keine Heimat mehr. Es ist kein Gefühl von Freiheit. Frau: Ein Mann wollte mir Bilder zeigen, die er sich gekauft hatte, weil er Sehnsucht nach seiner Heimat hat. Er zeigte auf blaue Himmel über steilen Bergen mit Wasserfällen. Eine Pistole lag auf dem Tisch. Mann: Du weißt nie genau, ob das Schüsse sind oder Silvesterknaller. Ich hatte eine Pistole am Bauch, weil ich einem Mann gesagt hatte, dass er mich nicht belästigen soll. Ich sah eine Pistole auf meinen Kopf gerichtet, weil mir ein Auto entgegen kam, ich nicht rückwärts fahren wollte. Frau: Wer keine Ehrgefühl in sich hat, weil er ohne Respekt behandelt wird, will Macht. Du hoffst, dass sie wissen, dass das Mord wäre. Mann: Ich trug einen vollen Bierkasten, ein Fremder verlangte Bier und hielt die Hand am Rücken, als trage er eine Pistole. Ich habe mich beruhigt und zu denken gezwungen, dass mich niemand für ein paar Flaschen Bier vor Zeugen niederschießen wird. Frau: Ein Mann sagte, die Gefahr sind die Pistolen, die die Kinder aus der Wäsche vom Vater klauen, sie können nicht zielen. In anderen Gegenden ist es zum Jahreswechsel bunt, hier ist Lärm. Lärm ist billig. Wenn Raketen zischen, habe ich Angst, dass eine durchs Fenster schlägt. Ich schließe die Fenster, wenn ich die Wohnung verlasse. Sie haben Eier durch den Spalt vom Küchenfenster geworfen, als ich schlief, und die Wohnung versaut. Mann: Du sagst dir, dass das Eier sind und Kinder Zielschießen üben, aber du weißt, dass ein Krieg blutig werden kann. Frau: Es war Halloween. Wir öffnen die Tür nie, wenn es nur einmal klingelt. Vielleicht wollten sie Bonbons und haben sich gerächt. Mann: Wir wollen Jobs. Dürfen wir schießen? Frau: Im Winter sind es Schneebälle, die Wasserflecke auf dem Möbelholz hinterlassen, als wäre eine Sintflut bis in den ersten Stock gestiegen. Du bist froh, wenn keine Steine drin sind. Als Menschen auf der Straße tanzten, bevor sie in Autos stiegen, lächelte ich glückselig, als sei ich in einem Bollywoodfilm, bis ich dachte, dass das eine Zwangshochzeit sein könnte. Du kannst nicht fragen, damit der Zweifel ein Ende haben kann. Mann: In Fragen sind Unterstellungen. "Bist du korrekt zu mir, bin ich korrekt zu dir. Bist du scheiße zu mir, schlachte ich dich wie ein Tier", sagen sie. Frau: Einem Theaterensemble, dass sich ´Öffentliche Leben` nennt, haben sie den Computer geklaut, das Ensemble hatte niemandem etwas geklaut, der Regisseur hatte nur die interviewt, die ihre Geschichten erzählen wollten. Er hat die Jugendlichen auf der Straße gefragt, ob sie ihm helfen können, er glaubt, dass er Ruhe hat, weil er ihnen Verantwortung gab. Ein anderer Mann hat sanft auf Kinder eingeredet, die sein Fenster mit Steinen beschossen hatten, dass Gewalt Gewalt zur Folge haben könnte, und die Reifen waren am nächsten Tag zerstochen. Ich schlug einer Stadträtin, die Gold an der Haut trug und gesagt hatte, dass sie jedes Mal überrascht ist, wie viele Bäume im Wedding stehen, vor, eine Zeitlang die Wohnungen zu tauschen, damit sie den Wedding erleben kann. Mann: "Die Kriminalität muss anwachsen, damit die Polizei mehr Leute einstellen kann", sagt die Polizei. Du sagst zu jemandem Arschloch und hast eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Damit ist die Justiz beschäftigt. Frau: Ein Mann sagte, dass er sich im Wedding sicher fühlt. Er habe nur panisch reagiert, als ein Mann mit schwarzem, eleganten Anzug auf ihn zugekommen sei. Er habe gedacht, dass das ein Schwerverbrecher sein muss. Die anderen würden nur mit einer Drohgebärde, als würden sie ihn sonst abstechen, nach einer Zigarette fragen, die er ihnen gibt. Er trägt einen schwarzen, eleganten Anzug. Die Bosse sind die Unauffälligen. Sie sitzen in ehemaligen Läden und spielen Karten. Sie waschen Geld. Frau: Manchmal denke ich an die Juden, denen misstrauisch begegnet wurde, weil einige von ihnen skrupellose Geschäftsmänner waren. Mann: Der türkische Geheimdienst sitzt im Schützenverein. Er mordet nicht, sagen die Kurden, er sucht Männer, die Familie haben und erpressbar sind. Wer aus Angst mordet, schweigt aus Angst, wenn er im Gefängnis sitzt. Frau: Sie sagen, sie tun den Deutschen nichts. Aber dann lag er da. Mann: Du musst Kampfsport trainieren, während du besoffen bist, damit du dich besoffen wehren kannst. Ich habe immer den Korkenzieher vom Messer als Schlagwaffe in der Hand. Die Verletzung muss so sein, dass sie abschrecken kann. Sie sind wie Hyänen, wenn sie im Rudel sind. Du darfst ihnen keine Angst zeigen. Frau: Aber dann kriegst du die Morddrohung und lebst auf der Flucht. Mann: Du hast Blickkontakt, wenn du auf sie zugehst, du darfst nicht ausweichen. Sie und ich ziehen die Schulter nach vorn, so dass wir uns nicht berühren. Im Innersten will niemand Krieg. Frau: In Amerika leben die Menschen mit einem ′entwaffnenden Lächeln′, Mann: aus Angst, dass der andere eine Pistole zieht. Ein Mann trägt die Haare wie eine Jesusgestalt. Er sagt, dass er türkische Schulen gründen und Deutsch als Zweitsprache einführen will. Die Kurden wollen kurdisch sprechen, die Polen polnisch. Es klingelt und Gottes Botschaft steht vor der Tür und will eintreten. Sie hat einen schwarzen Anzug an und will Geld. Frau: Ich wollte alles können, damit ich nicht abhängig von Menschen leben muss. Du willst, dass wir zusammen genäht leben. Mann: Das sind Intimitäten. Sie würden uns das Geld zum Leben kürzen. Wenn ich dich lieben würde, würden sie uns zusammentun. Für Reiche bedeutet das eine Steuerersparnis, für Arme Armut. Sie lassen Armen keinen Raum, um selbstständig leben zu können. Aber ich liebe dich, weil du selbstständig bist. Frau: Wenn sie dich zwingen zu lügen, zwingen sie dich in den Verfolgungswahn. Überall könnten Spitzel und Denunzianten lauern. Du lebst in der Angst, dass du doppelt bezahlt haben könntest, wenn du in der Angst lebst, eine Rechnung nicht bezahlt zu haben. Ich war bei einer Psychologin. Sie sagte, dass sie keine Problemlösung weiß, wenn der Wahnsinn nicht drinnen ist. Du gehst zum nächsten. Während du immer wieder das Problem erzählst, das du nicht lösen kannst, weil es die Politiker nicht lösen wollen, wächst das Gefühl zu versagen in dir an. Mann: Du darfst dich nicht krank werden lassen, sonst ist das Versagen in dir und nicht draußen. Frau: Ich merkte, dass ich keine Ärzte brauche, als ich ohne Arzt war. Du liegst krank, bis du gesund bist. Aspirin macht das Blut flüssig, Lendormin lässt dich nachts schlafen. Wo das Fleisch fault, kippst du Essig drauf. Auch der Ausfluss ging weg. Mann: Ich musste aller paar Monate zum Zahnarzt, Eiter rausoperieren lassen. Nach zwölf Jahren sah ein Zahnarzt auf einem Röntgenbild ein Stück abgebrochene Spirale, die ein Zahnarzt zu faul gewesen war, rauszuholen. Frau: Sie sagen: "Du hast Karies" und machen dir Schmerzen." Die Frau vom Kulturbüro sagte, sie habe in ihrer Amtszeit einundzwanzig Selbstmorde erlebt, Mich interessieren die Geschichten. Mann: Geschichten sind billig. Jeder besitzt mindestens eine eigene. Der Waschsalon bietet Schutz, wenn es regnet. Ich sagte, dass ich den Waschsalon bewache, als ich dort hauste. Frau: Das ist eine schöne Geschichte. Ich will nicht wissen, wie sie endet. Der Wedding ist interessant, wenn du Texte schreiben willst, aber wenn du keinen Sinn darin siehst, Texte zu schreiben, Mann: Harald Juhnke soll ein Denkmal im Wedding kriegen. Frau: Er war Alkoholiker. Er hätte hier bleiben können. Mann: ′Alkohol ist der Sanitäter in der Not.′ Du willst dich entspannen, aber wenn du entspannt bist, wächst die Lust, das zu vertiefen. Frau: Die Vergiftung zwingt den Körper zur Selbstreinigung. Du kackst, pinkelst, kotzt. Ich kotzte soviel, dass ich den ganzen Tag grübeln musste, wie diese Menge in den Magen gepasst haben kann. Der Schmerz im Kopf macht, dass die Gedanken schweigen. Aber wenn du Beruhigungs- und Schlaftabletten schluckst, um nicht zu saufen, vergiftet das die Leber, als wenn du gesoffen hättest. Mann: Wenn du dich an Alkohol gewöhnt hast, leidest du am Entzug. Der Schmerz lässt nach und alles beginnt von vorn. Frau: Ich lege mich vor dem Einschlafen auf dem Rücken, die Hände gefaltet auf der Brust. Es macht ein Gefühl von Entspannung. Mann: Wie im Sarg. Auf dem Friedhof stehen Schilder, dass die Verwandten einen Platz zum Trauern brauchen. Auf der Friedhofswiese weißt du nicht, auf wessen Knochen du stehst. Am Grab meiner Mutter sah ich Sonnendurchbrüche durch Regenschichten. Es ist zu teuer geworden, sich ein Grab zu kaufen. Du solltest die Urne klauen, damit der Tote in deiner Nähe sein kann. Frau: Einer denkt, dass er der uneheliche Sohn des Königs von Spanien ist. Er kann das begründen, aber nicht beweisen, weil man ihn nicht ans Blut des Königs kommen lassen wird. Er kann einem spanischen König ähnlich sehen, wenn die Haare gewaschen, die Brille nicht verbogen, die Zähne im Mund sind. Es ist wahrscheinlicher, dass er das Kind einer Vergewaltigung ist und die Mutter nicht darüber reden will. Wenn du im Wedding haust, kannst du dir ausdenken, warum du dorthin gekommen bist. Er sagt, die Geheimdienste haben ihn hingetrieben, sie konnten ihn hintreiben, weil sie geheim sind. Mann: Geheimdienste sehen aus wie eine schöne Frau oder ein Freund. Frau: Er wollte sich aufhängen, um dem Schmerz entgehen zu können, weil er seine Lebensgeschichte nicht selbst bestimmen kann. Der Haken in der Decke hielt nicht. Ich sage, dass sie wollten, dass ich an Hochschulen unterrichte, dann sagten sie, dass das Geld nicht reicht. Und weil das Geld nicht reicht, kommst du in den Wedding und musst dir sagen, dass das eine Abenteuerreise ist. Mann: Von einer Reise kehrst du zurück. Frau: Die Menschen, die hier wohnen, haben keine andere Heimat. Sie leben mit körpereigenem Adrenalin, um fliehen zu können, und mit körpereigenem Morphium, um ertragen zu können, dass sie nicht fliehen können. Wir sind alle manisch-depressiv, das macht es erträglich, weil es immer Menschen gibt, die vergnügt sind und die traurigen zu erheitern versuchen, bis es umschlägt und sie getröstet werden müssen. Mann: Es gibt eine Hierarchie der Elendsgeschichten. Eltern sagten zu ihren Kindern, dass sie in der Kloake enden werden, sie wollten nicht hin. Frau: Für eine der Geschichten fickte der Mann seine Mutter, damit er eine besondere Geschichte hat. Mann: Wenn du in mein Bett kriechst, habe ich die Fremden im Bett, die mit Hilfe von Geschichten in dich reingekrochen sind. Frau: Die Geschichten sind der Lebensersatz, wenn du das Ghetto nicht verlassen kannst. Sie haben eine Frau, die woanders wohnt, zum Kiezschreiber gemacht. Ein Frauenchor sang zur Begrüßung ′Kukuk′, es machte einen Moment von Idyllegefühl. Aber es gab an Essen und Trinken nichts kostenlos. Kein Brot, kein Wasser. Das ist Tradition geworden, dass du zu einer Feier eingeladen wirst und zahlen sollst. Ich hatte mit dem Gefühl gelebt, auf einem Bahnhof zu hausen. Ich stieg in einen Zug, er endete in einem Bahnhof. Die Menschen sprechen Sprachen, die ich nicht verstehe, so dass ich sicher bin, dass ich im Ausland bin. Ich hatte geröstete Nudeln gekauft, um einen türkischen Nachtisch zubereiten zu können. ′Bestandteile′ war mit ′Zubereitung′ übersetzt. Ich war froh, dass nichts Schlimmeres geschah, weil ich eine Gebrauchsanweisung befolgt hatte. Ich mischte 550 Gramm Mehl, Zucker, Wasser und Milch, ließ das zehn Minuten kochen und versuchte das als ′Sirup′ über die Nudeln zu gießen. ′Wie soll das Sirup werden?′ Es war Brei. Ich beschloss, Kekse daraus zu backen. Die Deutschen, die ich treffe, erzählen Geschichten, die mir sagen, dass das eine Art Endstation ist. Das Herz schlägt schnell, als würde ich rennen. Ich weiß keinen Ausweg. Im Buchladen lag das Kommunistische Manifest und ein Buch über Ché Guevara, ich sagte: "Danke." Wenn das Kind in meinem Arm liegt, denke ich ′Danke′, weil niemand die Tür eintritt und das Kind erschlägt. Mann: Gegenüber wurde ein Ladenlokal angemietet. Frau: Es sollte eine Insel sein. Ich ging hin und hörte eine Frau sagen, dass sie keinen Cent habe, sie habe ihre letzten Cents einem Obdachlosen gegeben. Sie hatte gedacht, dass zu der Eröffnungsfeier von einer Alternative zu einer Gesellschaft, in der die Armen mit Lebenszeit dafür bezahlen müssen, dass die Reichen Geld kriegen können, alles kostenlos ist. Die Alternativen schließen die Tür hinter sich zu. Wie ich das auch tue. Mann: Ein Mann fragte, ob ich auf Reisen Magiern begegnet bin. Frau: Ein Mann sagte, Hekate sei ihm als Mutter, Großmutter und Vermieterin im Traum erschienen. Die Ecke Scherer-/Max-/Adolfstraße sei der Ort, an dem sie herrsche. Er sprach sanft, als er fragte, ob ich keine Gewaltfantasien hätte. Mann: Manchmal ist die Sehnsucht nach der Kleinstadt, wo du Menschen treffen könntest, die dir helfen könnten. Frau: Es begänne von vorn. Wenn du träumst, benimmst du dich, als sei das, was du träumst, wirklich. Wenn du Filme ansiehst, macht dir oft nur eine einzige im Hirn abgespeicherte Szene bewusst, dass du den Film schon gesehen hast. Ab und zu ist das im Leben auch so, dass eine Szene wiederholt scheint. Es ist möglich, dass das Aufwachen nur ein Traummoment ist. Oder dass ich eine Figur in einem Strategiespiel bin. Es ist keine Logik drin, dass du leistungsstark bist und im Wedding gefangen bist. Der Wedding hat etwas Schauriges an sich, das fesselnd wirken kann, wie ein Film. Einmal hupte es in den Straßen, als gäbe es eine Hochzeit. Mann: Eine blonde Frau lag nackt im Park am Wegrand und sonnte sich. Frau: Ich bin Zeuge.

Hundegekläff – Kampfhunde

Alkoholiker, die täglich weiterziehen

Du musst zuerst dich heiraten, bevor du heiratest, sonst lebst du zu dritt und hast den Ärger.

Frau: Die Männer gehören zu zwei Nationen. Sie hatten während der Fußballweltmeisterschaft eine doppelte Chance, zu den Gewinnern zu gehören. Mann: Es war gut, dass unsere Fussballmannschaft verlor, weil es zeigte, dass Leistungsfähigkeiten nichts nutzen, wenn es nur Gewinner und Verlierer geben kann. Du hast Glück oder nicht. Frau: Manche tun Kriminelles, um einen Job zu kriegen.

Mann: Ein Italiener sagte, dass er von Rechtsradikalen zusammengeschlagen wurde, ich hörte, Überwachungskameras zeigen, dass er besoffen war, auf Gleise fiel und Geld vom Staat wollte, um sich die Zähne reparieren zu lassen. Frau: Andere sagen, dass Filme manipuliert sind, damit die Touristen keine Angst haben, nach Deutschland zu kommen und hier Geld zu lassen. Du kannst in Gelddingen niemandem trauen.

"Ich wusste nicht, dass ich die Hundesprache verstehe", sagte ich.

"Schweinefleischfresser"

"Das Gehirn will verändern, was in ihm unangenehme Gefühle auslöst. Die Politiker haben Geld. Sie wohnen nicht hier." Frau: Du musst die Armut so tragen, dass sie wie eine Mode aussieht. Ich flickte kleine Löcher und Dreiangel mit Farbe. Ich malte gelbe Schuhe mit Schwarz und Rot an, als sie vergraut waren. Mit Gummistiefeln kannst du durchs Wasser waten, falls es steigt. Aber die Gummistiefel aus dem Ramschladen waren pinkfarben und nicht rot, so dass es wie eine Mode hätte aussehen können, wenn die Röcke schwarz und die Haare gelb sind.

Eine Spanierin sagte, dass es in Spanien beleidigend sei, Einladungen abzulehnen, in Deutschland nicht. Sie kann nach Spanien zurück, falls sie die Einsamkeit in dieser Freiheit nicht erträgt. Mann: Es ist ein Freiheitsgefühl, wenn du einen Arbeitsauftrag hast, in dem du gefangen bist.

 

 


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